Investitionsantrag Gesamtrenovation

Erläuterungen zum Investitionsantrag vom Dezember 2020

Im Jahre 1978 realisierte die Gemeinde Stettfurt mit dem Gemeindezentrum einen Mehrzweckbau, der mittlerweile mehr als 40 Jahre seinen Dienst erweist. Ausser einem Erweiterungsanbau im Jahre 1997 wurden bislang keine grossen Unterhalts- oder Erneuerungsarbeiten in dieses Gebäude investiert. War dies in den ersten Jahren dank der guten Bausubstanz nicht nötig, war es in den letzten Jahren auf Grund der Planung der Schulraumerweiterung nicht mehr sinnvoll, in den Erhalt und die Erneuerung des Mehrzweckgebäudes zu investieren.

Mittlerweile ist das Stettfurter Gemeindezentrum in die Jahre gekommen und der Zahn der Zeit nagt an allen Ecken und Enden. Vieles wirkt verschlissen und droht endgültig kaputt zu gehen, mit unabsehbaren Schäden für die strukturelle Bausubstanz. Deshalb ist es höchste Zeit, mit einer Generalsanierung den noch intakten Baukörper zu retten und das Gebäude so auf Vordermann zu bringen, dass auch die nächste Generation mit Freude die vielfältigen Möglichkeiten der Mehrzweckhalle Stettfurt nutzen kann.

Der Entscheid zu einer Gesamtrenovation wurde der Schulbehörde erleichtert durch verschiedenste Auflagen durch kantonale Behörden. Die Pflichtmängelliste ist mittlerweile mehrere Seiten lang. Ohne Umsetzung eines zeitgemässen Brandschutzkonzeptes mit Brandabschnitten, Fluchtwegen, brandsicheren Türen, Notstrombeleuchtung und Rauchabzug im Dach dürfen wir das Gebäude in wenigen Jahren nicht mehr benützen. Das Starkstrominspektorat hat bei einer Kontrolle eine mehrseitige Mängelliste erstellt. Die heute üblichen Sicherheitsstandards für Schulen verlangen ab 2021 ein Evakuierungskonzept mit entsprechender technischer Aufrüstung und auch die Sicherheit der Benutzer ist nicht mehr überall gewährleistet (z. B. gefährlich schwingende Geräteraumtüren etc.)

Zeitgleich mit den unabdingbaren Arbeiten möchten wir einige Optimierungen an der Schulanlage Käsereistrasse angehen, welche in den letzten Jahren immer zurückstehen mussten. Wir besitzen weder einen geeigneten Archivraum noch über ein Büro für die Schulhauswarte oder ein diskretes Besprechungszimmer, welches der neue Schulsozialarbeiter dringend benötigt. Alle diese Räumlichkeiten können wir im bestehenden Baukörper realisieren.
Die wichtigsten geplanten Arbeiten nachfolgend beschrieben:

Historisches Schulhaus
• bessere Isolation des Dachgeschosses
• unfallsicheres Geländer ins UG zu den Toiletten
• Verputzschäden im UG beheben

Schulhaus 1997
• Einbau eines Büros für die Schulhauswarte
• Erneuerung der Westfassade aus Holz

Gemeindezentrum

Brandschutz
• Rauchabzugsfenster im Dachgeschoss
• Brandfall gesteuerte Brandschutztüre zwischen UG und EG
• Fluchtweg aus dem UG zur Südseite des Gebäudes
• Ersatz der Innentüren durch Brandschutztüren
• Ersatz der Türen und Eingangspartie zur Turnhalle
• Verbesserung der Fluchtwegsituation durch Erneuerung und Vergrösserung des Haupteinganges
• Notstrombeleuchtung auf allen Fluchtwegen

Evakuierung
• Evakuierungsanlage in allen Schulhäuser

Sicherheit
• Ersatz der Geräteraumtore

Elektro-Installation und Präsentationstechnik
• Mängel an der Grundinstallation beheben
• Umstellen der Hallenbeleuchtung auf LED
• Verbesserung der Soundanlage in der Halle
• Bühnenbeleuchtung
• Präsentationstechnik für Veranstaltungen
• moderne Steuerung der Bühnentechnik

Dringend anstehende Unterhaltsarbeiten
• Auffrischung Turnhallenboden
• Office inkl. Einbaumöbel und passende Geräte
• Bühne (Schubladen für Bestuhlung, Trennwand zur Halle, Reparatur Seilzüge, feuerfeste Vorhänge)
• Beschattung, Abdunklung Turnhalle

Die Baukommission und die Schulbehörde haben entschieden, alle anstehenden Arbeiten in einem Zug anzugehen und dafür einen einzigen grossen Investitionskredit zu beantragen. Die Alternative, die Arbeiten auf die nächsten Jahre zu verteilen, würde die Kosten nur noch mehr in die Höhe steigen lassen. Mit gewähltem Vorgehen können wir Synergien nutzen und Kosten sparen.

In Zeiten von Niedrigzinsen ist es sinnvoller, einen Kredit aufzunehmen und mit jährlichen Abschreibungen zu arbeiten, statt die Investition in viele kleine Abschnitte zu zerteilen. Zudem fehlt uns für diese Vorgehensweise die Zeit, denn ein weiteres Zuwarten mit den dringendsten Arbeiten kann zu irreversiblen Folgeschäden führen, welche den Steuerzahler schnell ein Mehrfaches kosten könnten.

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Die Finanzplanung sieht aus heutiger Sicht so aus, dass wir dieses Projekt ohne Steuererhöhung realisieren können.

Die Schulbehörde empfiehlt Ihnen aus diesen Gründen, dem Investitionskredit über 1'293'370.- (+/- 10 %) zuzustimmen.

Die Kosten setzen sich aus folgenden Positionen zusammen, wobei es bei vielen Kosten schwierig ist, sie genau auf eine einzige Einzelposition zuzuweisen.

Historisches Schulhaus                                                                                        53'950.-

Schulhaus 1997                                                                                                     60'570.-

Gemeindezentrum

Neuer Eingangsbereich                                                                                        97'100.-

Instandstellung MZH                                                                                            428'900.-

Brandschutz                                                                                                           276'170.-

Office & Küche                                                                                                       109'900.-

Dachgeschoss (Archivraum, Besprechungsraum)                                           23'050.-

Allgemeine Kosten                                                                                                243'800.-

Total Investition        1’293'370

Hier können Sie erste Pläne zum Thema "Gesamtrenovation" herunterladen.